Höhere Rendite durch Eigenverbrauch
Der Eigenverbrauch von Solarstrom wird immer attraktiver. Besonders lohnend ist es, möglichst viel des produzierten Solarstroms selbst zu verbrauchen. Für Anlagen, die ab dem 1. Januar 2012 in Betrieb gehen, gibt es eine gestaffelte Vergütung. Beträgt der Anteil des Eigenverbrauchs bis zu 30% und handelt es sich um eine Aufdachanlage mit maximal 30 kWp Leistung, dann wird jede selbstverbrauchte Kilowattstunde Solarstrom mit einem Bonus in Höhe von 8,05 Cent belohnt. Beträgt der Anteil des Eigenverbrauchs mehr als 30%, so erhöht sich der Bonus auf 12,43 Cent. Zusätzlich sparen Sie sich die Bezugskosten für Strom: je mehr Solarstrom Sie selbst verbrauchen, desto weniger müssen Sie an Ihren Stromanbieter überweisen. Derzeit verlangen die Stromanbieter für eine Kilowattstunde ca. 21 Cent (Tendenz steigend), so dass in Summe die selbstverbrauchte Kilowattstunde Solarstrom mindestens 29,05 Cent wert ist.
Jede selbstverbrauchte Kilowattstunde Solarstrom bringt Ihnen rund 4,6 Cent mehr als die ins öffentliche Stromnetz eingespeiste. Ist der Eigenverbrauchsanteil größer als 30 Prozent, beträgt Ihr Vorteil sogar 9 Cent. Außerdem wird jede zukünftige Strompreiserhöhung dazu beitragen, dass sich der Eigenverbrauch von Solarstrom noch mehr rechnet.
Je nach PV-Anlagengröße und Stromverbrauch kann es durchaus sein, dass beispielsweise in den ertragsstarken Sommermonaten deutlich mehr Strom erzeugt wird, als Sie und Ihre Familie selbst benötigen. In diesem Fall wird der überschüssige Strom automatisch ins öffentliche Netz eingespeist und durch den Netzbetreiber vergütet.
Im Mittel können Sie mit einer Anlage auf einem Einfamilienhausdach nur zwischen 25 und 50% des Solarstroms selbst nutzen. Sie haben es allerdings selbst in der Hand, den Eigenverbrauchsanteil zu steigern. Nämlich dadurch, dass beispielsweise Waschmaschine und Geschirrspüler vorzugsweise tagsüber und bei Sonnenschein laufen.
Von der Eigennutzung profitieren vor allem Besitzer von kleineren Anlagen auf Einfamilienhaus- und Reihenhausdächern. Interessant dürfte der Eigenverbrauch auch für Gewerbetreibende, Behörden, Schulen, Verwaltungen etc. sein, deren Stromverbrauch vorallem tagsüber hoch ist und zum größten Teil mit Solarstrom aus der eigenen PV-Anlage gedeckt werden kann.
Lohnt sich Eigenverbrauch? Eine Beispielrechnung.
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| Anlagengröße 7 kWp | Volleinspeisung | Eigenverbrauch (30%-Anteil) | ||
| Jährl. Netzeinspeisung: | 6300 kWh | 4410 kWh | ||
| Jährl. Eigenverbrauch: | -------- | 1890 kWh | ||
| Vergütungssatz: | 0,2443 €/kWh | 0,0805 €/kWh | ||
| Jährl. Einnahmen: | 1.539,09 € | 1.229,50 € | ||
| Ersparte Stromkosten (0,21 €/kwh): | --------- | 396,90 € | ||
| Jährl. Gesamteinnahmen: | 1.539,09 € | 1.626,40 € | ||
| Jährl. Mehreinnahmen: | 87,31 € | |||
Eigenverbrauch und Umsatzsteuer
Anlagenbetreiber, die den erzeugten Solarstrom selbst oder durch Dritte verbrauchen, sind unternehmerisch tätig. Sie können die Umsatzsteuer geltend machen, um die im Anschaffungspreis enthaltene MWSt. von derzeit 19% vom Finanzamt zurückzubekommen. Ob der Solarstrom ganz, teilweise oder gar nicht eigenverbraucht wird, hat auf die Rückerstattung der MWSt. keinen Einfluss.